laulas
 

Hält laulas wirklich dicht?

Dies wollte ein Kunde von uns genau wissen. Als Betroffener von übermässigem Achselschweiss, Blogschreiber und sehr genauer Tester hat er sein Ergebnis in seinem Blog www.trockenfrei.de veröff

Halten sie dicht? Produkttest der aktuellen laulas® Funktionshirts.

Hallo und willkommen zu einem weiteren Artikel auf meinem Hyperhidrose Blog. Hier schreibt ein Betroffener. Mit diesem Artikel grüße ich alle Deutschen, Österreicher, Schweizer und alle anderen Deutsch-Sprachigen, die, wie ich, ständig mit einem lästigen Problem konfrontiert werden; dem Achselschweiß.

Worum geht es hier?

Laulas® ist eine Firma, die Funktionsunterhemden produziert. Im Achselbereich haben diese Unterhemden eine wasser-undurchlässige Membran und eine Achseltasche. In diese Achseltasche können Saugeinlagen eingelegt werden, um den übermäßigen Schweiß aufzusagen. Laulas® hat gerade eine neue Version seines Funktions-Unterhemds auf den Markt gebracht - Version Nr. 3. In diesem Artikel schreibe ich über meine Erfahrungen mit zwei verschiedenen laulas® Funktions-Unterhemden. Dabei vergleiche ich die 2. Version des laulas® Unterhemdes mit der 3. Version.

Quintessenz des Artikels: Mit dem alten laulas® Shirt (Version 2) war ich unzufrieden, da es immer noch Feuchtigkeit durchließ. Mit dem neuen Model bin ich jedoch sehr zufrieden. Als Trainer stehe ich teilweise stundenlang for meinen Teilnehmern. Bis jetzt hat das neue laulas® (Version 3) keinen Tropfen durchgelassen.

Inhaltsangabe:

  1. Willkommen auf trockenfrei.de
  2. Was tun gegen Achselschweiß?
  3. Laulas®: Ein T-Shirt gegen den Achselschweiß
  4. Ein Blick auf ein laulas® Funktionsshirt (alte Version)
  5. Meine Erfahrungen mit einem laulas® Funktionsshirt (alte Version)
  6. Das laulas® Funktionsshirt (alte Version) versagt im Härte-Test
  7. Der laulas® Kundenservice: Ein tolles Entgegenkommen
  8. Das neue laulas® Funktionsshirt: Was ist anders?
  9. Der Test des neuen laulas® Funktionsshirts (Version 3)
  10. Interview mit dem laulas® Geschäftsführer: Gerhard Goss
    • Herr Goss und seine Hyperhidrose
    • Die Suche nach einer Lösung
    • Die Geburt der laulas® Funktionsshirts
    • Der Aufstieg des laulas® Unternehmens
  11. Merkmale des laulas® Funktions-Unterhemdes: Version 3

1. Willkommen auf trockenfrei.de

Wer mich noch nicht kennt. Ich bin Andrej, 31 Jahre alt und arbeite selbständig als Trainer und Coach in der schönen deutschen Bundeshauptstadt Berlin. Ursprünglich bin ich Psychologe, habe aber auch Wirtschaft studiert.

 

Ich habe primäre axilläre Hyperhidrose.

 

Seit meinem 13. Lebensjahr fließt bei mir der Achselschweiß. Schweißflecken waren bei mir an der Tagesordnung und ich hab weiß Gott so ziemlich jedes handelsübliche Mittel ausprobiert, um das Schwitzen zu stoppen.

Wer ein ähnliches Problem hat, wird wissen, dass es sich bei mir - und vielleicht auch bei dir - um eine primäre Hyperhidrose handeln. Die Ausprägung der Hyperhidrose ist axillär - also man schwitz übermäßig viel unter den Achseln.

Bei dieser primären axillären Hyperhidrose schwitzt der Betroffene nicht nur unabhängig von der Tages- und Jahreszeit, aber auch oft unabhängig von der körperlichen Anstrengung und der Umgebungstemperatur.

Jeder der Betroffen hat meine vollste Sympathie, denn ich weiß wie schwierig es ist mit so einer Lästigkeit zu leben. Vor allem am Anfang ist es die Hölle. Vergeblich sucht man nach einem Ausweg das extreme Schwitzen zu stoppen. Und es gelingt einem einfach nicht.

Vor allem in Situationen wo etwas auf dem Spiel steht - die wichtige Präsentation, ein Date mit der Traumfrau/Traummann - fließt der Achselschweiß nur so in strömen.

Wenn du mehr über meine Leidensgeschichte erfahren möchtest, schreibe dich bei trockenfrei.de ein und lade dir einfach mein kostenloses Ebook herunter.

2. Was tun gegen Achselschweiß?

Ich kenne es und habe es alles durchgemacht und darum fühle ich mit dir. Es gibt Lösungen. Man kann etwas gegen den Achselschweiß tun und es gibt Mittel wie du den Achselschweiß reduzieren beziehungsweise ganz stoppen kannst.

Ich persönliche stehe nicht wirklich auf Chemie und operative Eingriffe und habe mittlerweile eine andere Methode gefunden. Ich habe meine Hyperhidrose im Griff - größtenteils. Durch eine Ernährungsumstellung, mentalem Training und einem hohen Selbstwertgefühl, übe ich Kontrolle über meinen Achselschweiß-Fluss aus.

Meine persönliche Formel, um meine primäre axilläre Hyperhidrose in den Griff zu bekommen.

Leider gelingt es mir nicht immer mein übermäßiges Schwitzen zu kontrollieren und des Öfteren erfahre ich Situationen bei denen mein Achselschweiß die Oberhand gewinnt.

Solche Situationen erfahre ich vor allem in meiner Rolle als Trainer und Coach. Ich halte Vorträge oder gebe Halb-Tages- beziehungsweise Ganz-Tages-Seminare. In solchen Situationen kann ich meinen Schweißfluss leider nicht kontrollieren. Innerhalb der ersten 20 Minuten beginnt der Schweiß unter den Achseln in Strömen zu fließen. Zu blöd, dass mir mein Job unheimlich viel Spaß macht. Andernfalls hätte ich mir ein Home-Office errichtet und würde den ganzen Tag zu Hause bleiben.

Bei Vorträgen helfen mir keine Antitranspirantien und kein Botox®

In der Vergangenheit habe ich verschiedene Antitranspirantien ausprobiert und musste immer wieder feststellen, dass diese bei mir keine Wirkung erzielten- zumindest nicht bei Seminaren oder öffentlichen Reden.

Selbst Botox® wirkte in solchen Situationen nur mäßig. Denn bei hoher Anspannung schwitzte ich durch die Lähmung des Gifts hindurch. Das lähmende Wurstgift ist auch nicht jedermanns Sache. Zudem ist es auch relativ teuer. Bei mir hat es auch nur drei Monate lang gewirkt.

Wie so viele Hyperhidrotiker (das sind Menschen, die von einer Hyperhidrose betroffen sind) wurde ich natürlich auch einfallsreich. Am Anfang trug ich erst nur schwarze Polyesterkleidung. Hier bemerkte nämlich keiner meine Schweißflecken. In anderen Situationen half mir mein marine-blaues Sakko. Hier sind die Schweißflecken auch so gut wie unsichtbar.

Schön und gut und trotzdem, die Eingeschränktheit störte mich zunehmend und ich wollte einfach wie jeder Mensch ab und zu mein hellblaues Business-Hemd tragen. Schließlich hang dieses Ding in meinem Kleiderschrank. Was konnte ich tun?

3. Laulas®: Ein T-Shirt gegen den Achselschweiß

Nach kurzer Recherche im Internet fand ich das Funktions-T-Shirt von laluas®. Die laulas® Funktionsunterwäsche soll den Schweißflecken unter den Achseln ein Ende machen. Da war ich natürlich neugierig. Durch eine Membran werde der Achselschweißfluss gestoppt und ich konnte in meine hellblauen Business-Hemd glänzen - ohne Sorge und ohne Stress. So waren zumindest die Aussagen auf der Webseite.

Die Quintessenz der laulas® Funktionsunterhemden:

  1. Laulas® bietet Unterhemden mit einer Flüssigkeitssperre. Unter den Achseln ist einer undurchlässige Membran eingenäht. Diese lässt keinen Schweiß durch.
    Solche Saugeinlagen können in die Achseltasche gelegt werden.
  2. Unter den Achseln - dort wo die Membran sitzt - gibt es eine Achseltasche. In diese Achseltasche können Saugeinlagen eingelegt werden. Als Alternative kann man auch Taschentücher verwenden.

Dementsprechend dachte ich mir: "Wenn die laulas® Unterhemden wirklich das halten was sie versprechen, dann würde nicht nur meine Garderobenauswahl auf einen Schlag vergrößern, sondern die Sorge bloßgestellt zu werden, würde auch verschwinden."

Viel hatte ich nicht zu verlieren. Und nach all dem was ich gelesen hatte, hatte laulas® das Potential mein Trainer/Coach Laufbahn zu verändern - zum Positiven. Ich wusste, dass jede Unsicherheit, die ich bei meinen Trainings ans Tageslicht bringe meine Karrierechancen schmälert. Also ging ich auf www.laulas.com und bestellte mir am 17. März 2014 ein weißes laulas® Funktionsunterhemd, Größe L.

Die Webseite sah sehr gut aus und machte einen vertrauenswürdigen Eindruck.

Was mir an der Webseite www.laulas.com gefiel:

  • Die Kundenzufriedenheit lag bei 4,96 aus 5 Punkten. Besser geht es eigentlich gar nicht. Aussagen wie "super Ware", "sehr zufrieden", "trage ich schon seit Jahren" und "Top-Kundenservice" waren ausschlaggebend für mich. Auf www.trustedshops.com kannst du die Kundenbewertungen nachlesen.
  • Es gab eine 30 Tage Geld-Zurück-Garantie. Sollte ich also von der Qualität nicht überzeugt sein, dann kann ich das gute Stück wieder zurückschicken.
  • Der Gründer und Geschäftsführer, Herr Goss war auch von der primären Hyperhidrose betroffen. Er hat "aus der Not eine Tugend gemacht" wie er so schön auf seiner Seite schreibt: www.laulas.com/meine-geschichte/. Herr Goss war also jemand der meine Situationen teilte. Dieser Mensch litt 25 Jahre an seinem übermäßigem Schwitzen und wurde auf Grund des Leidens innovativ. Er entwickelte dieses T-Shirt und half vielen Menschen. Ich musste es ausprobieren.
  • Die Seite machte auf mich einen ehrlichen Eindruck. Ich bemerkte keinen Schnick-Schnack und keine ausgefuchste Marketingstrategie. Es wirkte nah, ehrlich und mit guten Absichten.

P.S. An der Seite hat sich bis heute (November 2014) nicht viel geändert. Alle oben genannten Punkte bestätige ich heute auch noch.

4. Ein Blick auf ein laulas® Funktionsshirt (alte Version)

Nach 3 Tagen kam das laulas® Funktionsshirt bei mir zu Hause an. Ich musste schon sagen. Es sah schon gut aus. Aber was hätte ich anders erwarten sollen für den deftigen Preis von 70€ (mit Versandkosten). "Wenn ein T-Shirt 66€ kostet, dann müsste die Qualität stimmen.", so zumindest mein Gedankengang.

Als ich mein laulas® Funktionshirt in meinen Kleiderschrank legte, bemerkte ich, dass dies wohl mein teuerstes T-Shirt sei, das ich besitze bzw. je besitzen würde?

Bei T-Shirts bin ich eher Pragmatiker und als Hyperhidrotiker hegt man sowieso nicht so viel auf die T-Shirt Mode - zumindest nicht wenn man übermäßig unter den Achseln schwitzt.

Mein Pragmatismus hat mich zum Kauf des T-Shirts verleitet. Es sollte einfach funktionieren und mir eine neue Welt ermöglichen. Eine Welt in der ich keine Sorge hege, dass meine Schweißflecken doch sichtbar sein konnten. Wie gesagt der erste Eindruck war positiv.

Was mir bei dem laulas® Funktionsshirt gefiel:

  • Die Baumwolle: Wow! Ich hatte noch kein Kleidungsstück besessen, dass aus so edler Baumwolle gewebt wurde - echt SwissCotton® halt. Es glänzte, es fühlte super an und es schien strapazierfähig zu sein. Ich vergab die Höchstnote.
  • Die Nähte: Laulas® produziert Funktionsunterwäsche und das merkt man. Richtig gute Unterwäsche zwickt nicht, sie reibt nicht und sie drückt nicht. Die Nähte sind dünn und der Garn ist äußerst weich. Es ist bequem und man fühlt sich wohl.
  • Die Passform: Mir persönlich saß Größe L wie auf den Leib geschneidert. Durch die Webart des Stoffes (sehr dehnbar) passte sich das T-Shirt an die Figur an. Ich fand es sehr stylisch.

P.S. Bei der neuen Version, überarbeiteten Version der laulas® Shirts hat sich an den oben genannten Punkten nichts geändert. Ich habe die neue Version bei mir. Die Baumwolle ist immer noch top, die Nähte immer noch weich und es sitzt immer immer noch wie angegossen.

5. Meine Erfahrungen mit dem laulas® Shirt (alte Version)

Ich wollte schauen wie (und ob) das laulas® Shirt funktioniert. Würden die Versprechungen erfüllt werden? Würde mein hell-braunes Hemd trocken bleiben? Würde ich mich in diesem Shirt wohlfühlen?

Hier trage ich laulas® zu einem Workshop in einer Kreativwerkstatt in Berlin. Informelle Zusammenkunft. Das laulas® Shirt hielt solchen Situationen stand.

Am Abend des 20. März 2014 war eine Netzwerk-Veranstaltung mit 40 Leuten. Ich zog also mein neues laulas® Funktionsshirt an, holte mein hellbraunes Hemd -welches ich nur ein paar Mal getragen hatte- und ging zur Veranstaltung.

Um dieses Anti-Shwitz-T-Shirt zu testen, musste ich natürlich erst einmal übermäßig viel Schwitzen. Ich sprach also mit vielen Menschen und ging ab und zu in die Toilette, um zu überprüfen, ob das T-Shirt wirklich dichthält. Es blieb trocken.

Auf dieser Netzwerkveranstaltung gab es auch drei Referenten. Um das Shirt weiterhin zu testen - und auch weil mir die Themen gefielen - meldete ich mich nach jeder Rede und stellte eine Serie von Fragen. Meine Fragen waren kritisch und sobald alle Augen auf mich gerichtet waren, fing das übermäßige Schwitzen an.

Die Stunde der Wahrheit schlug für mich und ich konzentrierte mich nicht meinem üblichen Reflex - nämlich meine Achseln zusammen zu kneifen - hinzugeben. Der Applaus fiel, alle standen von ihren Stühlen auf und ich ging zur Toilette: wieder trocken.

Ich atmete erleichtert auf und tauschte meine Saugeinlagen aus. Es war ein gutes Gefühl und ich hatte einen sehr schönen Abend. Nachdem ich festgestellt hatte, dass das T-Shirt auch wirklich dicht hielt, war ich viel ruhiger und entspannter. Den Rest des Abends verbrachte ich damit neue Leute kennen zu lernen, interessante Themenbereiche zu besprechen und einfach Spaß zu haben.

Dabei schwitze ich beinah gar nicht. Die Gewissheit und die Sicherheit, die das laulas® Shirt mir gab, reduzierten das Schwitzen um 70%. Ich blieb den ganzen Abend trocken und ging mit einem selbstgefälligen Grinsen nach Hause.

Endlich hatte ich ein Mittel gegen das Schwitzen gefunden. Jahrelang stellte ich mir die Frage: "Was hilft gegen das starkes Schwitzen unter den Achseln?" Jetzt hatte ich die Lösung, die Lösung gegen den Achselschweiß. Ich konnte mich von meinen Achselschweiß-Flecken verabschieden.

Wie es sich herausgestellt hatte, hatte ich mich zu früh gefreut. Ich hatte zu großes Vertrauen in mein T-Shirt gesetzt.

6. Das laulas® Funktionsshirt (alte Version) versagt im Härte-Test

Am 22.03.2014 hatte ich ein Training vorbereitet. Ich hatte mich ein wenig in der Vorbereitungszeit verkalkuliert. Also saß ich noch um 2:30 in der Früh und zeichnete Figuren auf mein Flip-Chart Papier.

Die Nacht brachte mir ein paar Stunden schlaf und ich kam um 9:15 auf dem Universitäts-Gelände an. Es sollte ein Training für AIESEC sein. AIESEC ist eine Organisation, die Studenten Praktikanten-Stellen auf der ganzen Welt besorgt.

Acht Personen waren in meinem Seminar und ich fing an. Schon nach ein paar Minuten merkte ich wie mein Achselschweiß anfing zu fließen.

Ich machte mir keine weiteren Gedanken, denn ich hatte ja mein laulas® T-Shirt an. Darüber hatte ich mein schönes braunes Hemd angezogen. Es tat echt gut eines meiner Lieblingshemden zu einem Seminar zu tragen. Das Seminar verlief gut.

Natürlich spürte ich die Nässe unter meinen Achseln. Ich wusste, dass ich normalerweise tellergroße Schweißflecken unter meinen Achseln haben müsste. Aber ich hatte ja mein laulas® Shirt.

Nach beinah zwei Stunden unterbrach ich das Training. Den Kopf frei zu machen, zur Toilette zu gehen und etwas zu entspannen, würde mir und meinen Teilnehmern, auf jeden Fall gut tun.

Ich ging zur Toilette und was ich feststellte, verschlug mir den Atem. Meine rechte Achsel erschien trocken. Auf der linken Seite des Hemdes aber klaffte eine handflächen-großer Schweißfleck unter der Achsel.

Ich hatte durch das laulas® Anti-Schwitz-T-Shirt durchgeschwitzt.

Wie konnte das sein? Auf der Seite hieß es doch: "Vorbei Ihr Stress um hässliche Schweißflecken unter den Achseln." Und Trotzdem stand ich da mit einem hässlichen Schweißfleck auf meinem schönen braunen Hemd.

Ich ging auf die Toilette, schloss mich ein und zog das T-Shirt aus. Ich analysierte die Membrane und konnte erst einmal nichts feststellen. Die Membran war wasserdicht und ziemlich groß. Um die Membran zu schwitzen, war für mich unmöglich. Also wie konnte der Schweiß dann durchdringen?

Nach weiteren 5 Minuten auf der Klokabine erkannte ich wo das Problem lag. Die Achseltasche, dort wo die Saugeinlagen eingelegt wurden, war eingenäht. Die Naht ging durch die Membran hindurch. Aus diesem Grund war die Membran, im Endeffekt auch undicht. Nachdem die Kapazität der Saugeinlagen erschöpft war, fing die Feuchtigkeit durch die Naht und durch Membran auf mein schönes braunes Hemd an zu laufen.

Die Innenseite der Achsel eines älteren Models eines laulas® Shirts.

Ich habe für euch mal ein Foto des Achselbereichs meines alten laulas® Shirts gemacht. Wie ihr zur Rechten seht, ist eine Flüssigkeitssperre (Membran) in den Achselbereich des T-Shirt eingenäht. Auf diese Membran ist eine Achseltasche eingenäht. Dadurch wird die Membran perforiert und ist dementsprechend undicht.

Die Perforation ist relativ klein, da die Nadel für die Durchlöcherung sehr dünn ist. Nichtsdestotrotz reicht dies aus, um den Achselschweiß durchzulassen.

Ich stopfte mir Klopapier in die Achseltasche und hoffte dieses werde den Achselschweiß aufsagen. Leider gab es kein Fön auf dem Badezimmer. Ich ging also mit meinem Schweißfleck zurück in den Seminarraum. Meine Konzentration war gespalten und ich achtete zunehmend auf meine Schweißproduktion während des restlichen Training.

Nach weiteren 45 Minuten war das Hemd getrocknet und das Klopapier - von dem ich reichlich in die Achseltasche stopfte - stoppte ein weiteres Überlaufen. Ich verhielt mich natürlich professionell und ließ mir nichts anmerken.

Ich beendete mein Workshop, bekam gute Kritiken meiner Teilnehmer für das Training, verabschiedete mich und fuhr nach Hause. Auf dem Weg nach Hause brach regelrechte Frustration und Enttäuschung über mich.

Es war nicht so sehr der Schweißfleck, der mich erschüttert hatte, es war viel mehr die naive Hoffnung etwas gefunden zu haben. Ich dachte, ich hatte eine Lösung gefunden. Ich dachte wirklich, ich kann jetzt Vorträge und Seminare geben, ohne mir Gedanken über Schweißflecken zu machen. Ich hatte so sehr auf das laulas® Shirt gebaut und so sehr auf dessen Funktion vertraut, dass ich jetzt regelrecht niedergeschlagen war.

Ich war zutiefst enttäuscht, leicht verärgert und sehr traurig. Die Odyssee mit meiner Hyperhidrose hatte mich soviel Kraft gekostet. Und ich fand mich immer wieder im gleichen Schema wieder - Hoffnung, Glaube, Enttäuschung. Jedes Medikament, jede Behandlung und jedes Mittel hatten mir keine nachhaltie Besserung gebracht. Mit laulas® dachte ich eine alternative Lösung gefunden zu haben. Dem war leider nicht der Fall.

7. Der laulas® Kundenservice: Tolles Entgegenkommen

Ich kam zu Hause an, zog mein laulas® Shirt aus und setzte mich hinter meinen Computer. Nach kurzem stöbern fand ich die Email-Adresse des laulas® Kundenservices und fing an zu tippen.

Hier ist die Originalfassung meiner Beschwerde-Email an laulas®:

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich wollte meinen Unmut gegenüber ihrem Shirt aussprechen!

Da ich unter Hyperhydrosis leide, und als Trainer/Coach im Business Bereich arbeite, können sie sich meine Freude vorstellen, als ich von Laulas gehört habe. Nach Jahren Botoxbehandlungen will ich weg vom dem Gift, will keine Polyesterhemden mehr tragen und ja, “es einfach Laufen lassen”.

Allerdings brings das Shirt nicht den gewünschten Erfolg!!

Heute war wieder ein Trainingstag und ich hatte seit langem mein Braunes Hemd an. An die Nässe unter den Achseln kann ich mich gewöhnen, allerdings “leckt” ihr Shirt auch gewaltig! Nach 90 Minuten Training hatte ich einen riesigen Schweißfleck unter meinem Arm, ohne es zu merken. Erst bei der Toilette dachte ich mir: “Oh mein Gott!” Danach war es vorbei mit dem Selbstbewusstsein. Sie können sich sicher vorstellen wie der Rest des Trainertages vergangen ist.
Zum Glück habe ich ein stabiles Selbstwertgefühl und kann dieses Faux pas hinnehmen; frustrierend, sehr traurig und enttäuschend ist es aber trotzdem! Zu mal ich richtige Hochgefühle bezüglich ihres Shirts hatte!

Zurückschicken werde ich es trotzdem nicht, da es zumindest den Schweiß zurückhält. Allerdings tut es nicht das was es soll und was auf der Webseite angepriesen wird; schweißfleckenfreie Achseln ermöglichen!

Mit der Email wollte ich nur Mal meine Enttäuschung äußern. Ich hoffe Sie betrachten diese Email als konstruktive Kritik zur Verbesserung ihrer Produktes. Ich werde ihre Webseite regelmäßig auf Erneuerungen ihres Produktes prüfen.

Mit freundlichen Grüßen
Andrej Uhrich

 

Ich war ein wenig aufgebracht als ich diese Email am 22. März 2014 schrieb. Dies erklärt womöglich auch ein paar meiner Rechtschreib- und Grammatikfehler. Ich schrieb diese Email, um einfach meinen Frust loszuwerden. Ich habe nichts weiter erwartet. Ich erwartete keine Entschuldigung, keine Entschädigung und noch nicht einmal eine Antwort. Ich hoffte lediglich, dass meine Email gelesen wird und der Inhalt zur Verbesserung des Produktes genutzt wird. Das Prinzip des T-Shirts fand ich immer noch gut. Ich fand die Qualität super und ich mochte es tragen. Leider erfüllte es jedoch nicht den erwünschten Zweck. Ich schwitze durch das T-Shirt hindurch und hatte Achselschweißflecken. Nach ungefähr zwei Tagen bekam ich ein Antwort-Email, die mich sehr beeindruckte. Denn so einen Kundenservice, so eine Ehrlichkeit und so eine Nähe zum Kunden, war ich nicht gewöhnt. Die Antwort kam von dem Gründer und Geschäftsinhaber persönlich.

Herr Gerhard Goss schrieb folgendes:

 

Sehr geehrter Herr Uhrich

Vielen Dank (!) für Ihr konstruktives Feedback.

Da ich nebenberuflich selbst Dozent bin kann ich die Situation sehr gut nachvollziehen.
Selbstverständlich hat laulas seine Kapazitätsgrenze und bei sehr starkem Schwitzen müssen die Saugeinlagen (oder Papiertaschentücher) gewechselt werden. Wenn ich Workshops führe (da schwitze ich am stärksten) muss ich das alle 2 Stunden tun. An Tagen ohne grossen Stress benötige ich gar keine Einlagen. Dann reicht der Baumwollstoff.

Aber das Problem ist bei sehr starkem Schwitzen noch nicht ideal gelöst. Da gebe ich Ihnen völlig Recht. Man muss aber auch sehr, sehr stark schwitzen und die Saugeinlagen sehr spät wechseln damit dann doch Schweiss durch die Taschennaht dringen kann.

Die Lösung wird aber in den nächsten Wochen kommen. Wir sind gerade vor unserem letzten Kundentest (alles sehr, sehr starke Schwitzer) mit dem neuen laulas. Dieses hat einen neuen Schnitt und keine Naht mehr nach aussen. Das bewirkt, dass auch bei wirklich sehr starkem Schwitzen und wenig wechseln der Saugeinlagen nichts – wirklich nichts – nach aussen dringt. Habe es gerade gestern in der Oper (es war sehr warm) ausgiebig zum x-ten mal getestet. Fleckenfrei nach 2,5 Stunden Vorführung ohne Pause.

Mein Vorschlag:
Sobald die neuen laulas lieferbar sind (ca. Mai 2014) senden wir Ihnen gratis als Ersatz für Ihr aktuelles ein neues laulas. Sie werden nie wieder Botox brauchen. Es würde mich dann sehr freuen, von Ihnen ein Feedback zu bekommen. Da die Testlaulas für den letzten Kundentest bereits genäht sind kann ich Sie in diesen Test leider nicht mehr einbinden. Sie wären ein idealer Testkunde gewesen.

Würde mich freuen wenn mein Vorschlag Ihre Zustimmung findet. Wir würden Ihnen dann automatisch ein laulas in der Grösse L weiss zusenden.
Bis dahin bitte in den Pausen Ihrer Trainings auf der Toilette kurz die Saugeinlagen wechseln. Dann können Sie auch jetzt braune Hemden tragen.

Freue mich auf Ihr Feedback.

Mit freundlichen Grüssen aus der Schweiz
Gerhard Goss

 

Die Antwort von Herr Goss überraschte mich sehr. Nicht nur hat er eingeräumt, dass das laulas® Shirt bei sehr starker Schwitzen noch keine Ideallösung bietet, er hat mich auch über die Neuentwicklung einer neuen Version informiert. Und als Krönung hat er mir auch noch die neue Version des T-Shirts angeboten - kostenlos.

So eine Antwort und so eine schöne Geste bezeichne ich als großartigen Kundenservice. Hier wird auf den Kunden gehört. Hier werden Kundenwünsche ernst genommen und für die Weiterentwicklung des Produktes eingesetzt. Und hier wird unzufriedenen Kunden, wie mir, entgegengekommen.

Nach dem Lesen der Email, war ich sehr zufrieden, mit mir und meiner Reaktion. Ich war froh, dass ich meinen Unmut in einer Email verfasst habe. Die investierte Zeit und der investierte Mut wurden letztendlich belohnt. Ich war gespannt auf das neue laulas® Funktionsshirt. Wie es meistens bei einer Produktentwicklung der Fall ist, dauerte die Fertigstellung des laulas® Shirt doch ein wenig länger. So erhielt ich die neue Version meines Anti-Schwitz-Shirts im Juli 2014.

8. Das neue / überarbeitete laulas® Funktionsshirt: Was ist anders?

Das Päckchen kam im Julie 2014 an. Ich war schon neugierig und machte es auch auf. Im Päckchen befand sich das neue laulas® Shirt und ein Brief, der an mich persönlich gerichtet war.

Das neue laulas® Shirt (Version 3) hat die gleichen guten Eigenschaften wie die vorherige Version. Die Baumwolle ist super, die Nähte sind fein und die Passform schmiegte sich an mich.

Die Innovation lag in den Achseltaschen. Diese wurden nicht mehr, wie bei der alten Version, in die Membran genäht, sondern die Achseltasche, saß jetzt auf einen Baumwollstoff, der die gleiche Größe wie die Membran hatte.

Damit wurden gleich mehrere Vorteile geschaffen. Ersten wird die Feuchtigkeit auch zusätzlich durch den Baumwollstoff aufgesogen. Zweitens wird durch diese Nähweise der Membranstoff nicht perforiert, da die Achseltasche auf den zusätzlichen Baumwollstoff aufgenäht wird. Drittens ist es angenehmer auf der Haut, da jetzt kein Hautkontakt mit der undurchlässigen Membran mehr besteht.

Des Weiteren ist die Achseltasche aus einem neuartigen Meshstoff gemacht. Hierdurch soll die Feuchtigkeit schneller in die Saugeinlagen transportiert werden.

Im Großen und Ganzen ist die neue Version des laulas® Shirt super gelungen. Die Membran legt sich um die Achsel und bildet eine 14cm x 22cm (Größe L) Barriere gegen den Achselschweiß.

Ich war gespannt und sehr zuversichtlich. Mein nächste Workshop nahte und ich zog diesmal mein blaues Business-Hemd über mein neues laulas® Funktionsshirt.

9. Der Härte-Test des neuen laulas® Funktionsshirts (neue Version)

Ich und mein neues laulas® Funktionsshirt (Version 3).
Seltsamerweise ging ich sehr gelassen in den Seminarraum. Ich hatte mein blaues Hemd an und würde für zwei Stunden referieren. Das Thema war emotionale Intelligenz im Team. Zwanzig Teilnehmer nahmen Platz und ich fing an.

Wie erwartet begann ich nach 10 Minuten übermäßig viel zu schwitzen. Ich spürte den Achselschweiß und die Nässe. Die Saugeinlagen taten ihr Werk und sogen sich mit der Feuchtigkeit voll.

Ich wusste, dass bald ihre Kapazitätsgröße ausgeschöpft sein würde. Nach ungefähr 60 Minuten war dies auch der Fall.

Es ist natürlich unmöglich während des Vortrages unter seine Achseln zu schauen, um kurz nachzugucken, ob das Oberhemd Schweißflecken aufweist; zumindest nicht wenn 20 Paar Augen auf einen gerichtet sind.

Ich muss, sagen, dass ich echt nervös wurde, denn ich fühlte wie die Feuchtigkeit in der Achselgegend immer weiter zunahm.

Ich beendete meinen Vortrag, gab den Teilnehmern meine Feedback-Bögen und entschuldigte mich. Ich ging sofort auf die Toilette. Ich musste einfach nachgucken, ob nicht vielleicht doch Nässe durch das laulas® Funktionsshirt gedrungen war.

Zur meiner Erleichterung war alles trocken geblieben. Der äußere Stoff des laulas® Shirts fühlte sich trocken an. Nichts, aber auch wirklich nichts war durchgedrungen. Ich atmete erleichternd auf, wechselte meine Saugeinlagen und begab mich wieder zurück in den Seminarraum.

Es war ein tolles Gefühl etwas verlässliches zu tragen. Ich war immer noch ein wenig skeptisch, hatte aber den Eindruck, dass ich mit diesem Shirt meine Lösung gegen Achsel-Schweißflecken gefunden hatte.

In den weiteren Wochen trug ich das Shirt zu verschiedenen Gelegenheiten und ich war immer wieder positiv überrascht. Trotz längerer Reden blieb mein Oberhemd immer trocken. Auch das Leiten von Seminaren erwies sich als problemlos.

10. Das Interview mit dem laulas® Geschäftsführer: Gerhard Goss

Als ich das neue laulas® Funkions-Unterhemd gegen Schweißflecken bekam, war dieser Blog im Aufbau. Weil ich von der neuen Version des Funktionsshirts überzeugt war, dachte ich mir, es wäre eine gute Gelegenheit den Geschäftsführer von laulas® zu kontaktieren und zu interviewen.

Herr Goss stimmte bereitwillig zu und ich hatte ein schönes Interview-Gespräch, das über eine Stunde dauerte. In diesem Interview erzählte Herr Goss über seine Hyperhidrose, über sein Leiden und über seine laulas® Geschäftsidee.

Interview mit Herr Goss, Geschäftsführer von laulas®

Herr Goss und seine Hyperhidrose

Wie bei meisten Hyperhidrotikern fing das übermäßige Schwitzen auch bei Herr Goss kurz nach der Pubertät an. Mit 16 erfuhr er die erste Last des starken Schweißflusses. Dabei war es vor allem der Achselschweiß, der ihn belastete.

Das Schwitzen war in der Anfangszeit noch moderat (im Vergleich zu später). Erst als Herr Goss auf die 30 zusteuerte, wurde das starke Schwitzen zum Problem. Denn jetzt war er für den Verkauf und das Marketing zuständig und stand damit auch im Vordergrund. Das übermäßige Schwitzen wurde sehr lästig und Herr Goss begann die übliche Odyssee, die viele Hyperhidrotiker kennen und durchzulaufen.

Zuerst kam der Arzt und danach die Apotheke. Der Arzt hatte keine Lösung und die Apotheke bot Antitranspirantien an. Diese haben das Problem gelindert, aber natürlich nicht gelöst. Operationen oder Botox® Behandlungen kamen für Herr Goss sowieso nicht in Frage und so ging die Suche nach einer Lösung weiter.

Zehn Jahre vergingen in denen Herr Goss nur zu Antitranspiranten griff. Diese linderten den Schweißfluss, lösten das Problem aber nicht. So geschah es auch, dass Herr Goss mit riesigen Schweißflecken vor Kollegen präsentieren durfte.

Glücklicherweise war die Familie offen und mitfühlend und so konnte er sich im Kreise der Vertrauten offenbaren. Vor allem seine Frau hatte ihm in dieser Zeit sehr geholfen, denn die Strapazen und der tägliche Stress, seine Schweißflecken unter den Armen zu verbergen, schlagen auf das Gemüt.

Über seine Hyperhidrose mit jemanden Mitfühlenden zu reden ist deshalb sehr wichtig. Die psychologische Dauerbelastung eines Hyperhidrotikers sollte in keinem Fall unterschätzt werden.

Ein Tipp von Herr Goss: "Rede mit jemanden Mitfühlenden über deine Hyperhidrose."

Während seiner Karriere-Laufbahn erfuhr Herr Goss seine Hyperhidrose als nicht zu unterschätzenden Karrierehemmer. Zum Beispiel musste er als Verkaufsleiter öfters Vorträge vor der Geschäftsleitung halten. Die einzige Sorge während des Vortrages war: Sieht jemand meine Schweißflecken?

Die Suche nach einer Lösung

In den 40-er Jahren begann für Herr Goss ein Spießrutenlauf von einer Behandlungsmethode zur nächsten. In dieser Zeit hat er eine große Anzahl an Behandlungen ausprobiert. Nichts hat geholfen! Hier ein paar Bespiele:

Kinesiologie: Bei der Lehre der Bewegungswissenschaften wird angenommen, dass sich gesundheitliche Störungen als Schwäche bestimmter Muskelgruppen manifestieren. Herr Goss besuchte einen Kinesiologen für 12 Monate. Ergebnis: keine Besserung

Akupunktur: Bei diesem Teilgebiet der Chinesischen Medizin wird die Lebensenergie, die auf bestimmten Leitbahnen verläuft gestärkt bzw. umgeleitet, um die Gesundheit zu stärken. Herr Goss besuchte einen Akupunkteur für ein Jahr. Ergebnis: keine Besserung

Hypnotherapie: Bei einer Hypnose wird der Teilnehmer in eine Trance geleitet. Hier ist er/sie sehr empfänglich für Botschaften, die das Unterbewusstsein erreichen und sich damit auf psychologische und physiologische Prozesse auswirken. Ergebnis: keine Besserung

Philippinischer Heiler: Ein philippinischer Heiler "operiert" mit seinen Händen an dem Energiefluss und den Organen des Patienten. Er konnte Herr Goss auch nicht weiterhelfen.

Hände auflegen: Hier wird durchs Hände auflegen auf den Energiefluss des Körper eingewirkt. Herr Goss spürte hier auch keine Besserung.

Homöopathie: Bei dieser alternativmedizinischen Behandlungsmethode werden homöopathischen Arzneimittel hergestellt und individuell zu einem bestimmten Symptom verabreicht. Herr Goss spürte auch hier keine Besserung.

Mitte 40 entschloss sich Herr Goss sein Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen und fing an zu experimentieren.

Zuerst legte er sich ganz einfach Taschentücher in seine Achseln, danach kamen Damenbinden, die dann wiederum durch Mullbinden abgelöst wurden. Natürlich hatte er schon alle möglichen Achselpads ausprobiert. Diese verschaffen nur geringfügige Abhilfe. Für Hyperhidrotiker sind Achselpads normalerweise nicht ausreichend.

Der erste richtige Erfolg hat sich mit Schweißblättern eingestellt. Es gibt Schweißblätter auf den Markt, die eine wasser-undurchlässige Membran (Plastik, Vinyl, Polyester etc.) haben. Diese helfen wesentlich besser als Achselpads, kommen aber auch gegen den übermäßigen Schweißfluss nicht an.

Der nächste Schritt war dann die Mullbinden mit den Schweißblättern zu kombinieren. Die Mullbinden sollten den Achselschweiß aufsagen und die Schweißblätter sollten eine Barriere gegen den Schweiß bilden. Nach längerem Ausprobieren gelang es Herr Goss, hierdurch eine mittelfristige Lösung zu finden. Man könne ja die Schweißblätter in das T-Shirt bzw. das Hemd nähen und Mullbinden auf die Schweißglätter legen, war dann der nächste Gedanke.

Nach einem weiteren Jahr hatte er diese Idee seiner Cousine erzählt. Diese ist Näherin und fand diese Idee super. Von ihr kam auch der Vorschlag, der mittlerweile ein laulas® Unterhemd auszeichnet. Sie schlug nämlich vor eine Tasche auf das Schweißblatt einzunähen. In diese Achseltasche könnten dann die Mullbinden gelegt werden.

Das Grundgerüst für ein laulas® Funktionsshirt wurde hierdurch geschaffen.

Die Geburt der laulas® Funktionsshirts

Von dieser Idee angetan suchte Herr Goss eine benachbarten Schneiderin auf. Herr Goss hatte Glück, denn es ist nicht einfach einen Schneider zu finden, der an so eine Idee glaubt. Besonders in der Anfangszeit verspielt der Textilhersteller Geld bei so einem Produkt, denn diese Schneiderin nähte für Herr Goss x-verschiedene Prototypen des zukünftigen laulas® Shirts. Herr Goss testete diese Shirt und gab Rückmeldung was den verbessert bzw. verändert werden kann. Die Schneiderin verdiente damit kein Geld. Mit jedem weiteren Test, der teilweise über Wochen und Monate ging, wurde das T-Shirt immer besser.

Nach über 10 Prototypen in einem Zeitraum von 2 Jahren entstand dann ein Unterhemd, dass den Erwartungen von Herr Goss einigermaßen gerecht wurde. Jetzt hatte Herr Goss ein T-Shirt, dass in 80% aller Stark-Schwitz-Situationen keinen Achselschweiß mehr durchließ.

Verschiede Gründe haben dann Herr Goss dazu geführt dass er, wie er selbst sagt, in dem erfolgreichsten Jahr seiner Karriere seinen Job kündigte, um mit dem Projekt laulas® durchzustarten. Herr Goss arbeitete in einem großen Konzern im Bereich Marketing und Verkauf und war trotz seiner Hyperhidrose relativ hoch die Karriereleiter hochgestiegen. Nichtsdestotrotz, kündigte er seinen Job.

Im Januar des Jahres 2008 ging die Seite www.laulas.com online. Die ersten laulas® Funktionsshirts konnten bestellt werden. Dies war auch ein Schritt in die Öffentlichkeit. Spätestens ab diesem Zeitpunkt wussten dann auch alle seine Kollegen und Freunde, dass er von der Hyperhidrose betroffen ist und dass er ein Unternehmen gegründet hat.

Viele Menschen stempelten Herr Goss als verrückt ab und glaubten nicht wirklich an seine Idee. Für Herr Goss war dieser Schritt ein Wagnis, aber gleichzeitig verspürte er auch eine Erleichterung. Denn mit der Unternehmensgründung trat er auch in die Öffentlichkeit und gestand sein Krankheitsbild aller Welt. Dieses Geständnis führte dann auch automatisch zu einer Milderung der Hyperhidrose. Der Druck etwas zu kaschieren zu müssen war weg und die daraus gewonnene Erleichterung, führte automatisch zur Reduktion des Schweißflusses. Mut allen Lesern zu ihrem Schweiss zu stehen, denn das kann Schweissfluss erheblich reduzieren.

Herr Goss unterrichtete während dieser Zeit auch an einer Hochschule. Sowohl an der Hochschule, als auch im privaten sozialen Umfeld, gab es keine negativen Konsequenzen seines Outings. Keiner hat sich von Herr Goss distanziert, es fielen keine blöden Sprüche und sonst erfuhr Herr Goss keine negativen Reaktionen.

Selbst als Herr Goss in Zeitungen und sogar im schweizer Fernsehen erschien, waren die Reaktionen ausschließlich positiv. Niemand hat negativ auf sein übermäßiges Schwitzen reagiert.

Der Aufstieg des laulas® Unternehmens

Aller Anfang ist schwer und so waren die Verkäufe der ersten Jahre eher schleppend. Die kleine Anzahl Hyperhidrotiker im deutschsprachigen Raum ist relativ schwer zu erreichen. Darum dauerte es Jahre, um die Bekanntheit der laulas® Shirt zu steigern.

Während dieser Zeit wurden auch die laulas® Funktionsshirts ständig verbessert. Nach einer Weile kamen auch andere Sprachgebiete dazu und die Produktentwicklung wurde angekurbelt. Jede Produktentwicklungs-Maßnahme wurde in Zusammenarbeit mit dem Kunden durchgeführt.

So entstanden verschiedene Modelle und verschiedene Versionen. Anfang 2010 wurde die 2. Version des laulas® Shirts eingeführt und im September 2014 die 3. und aktuelle Version.

Die laulas® Webseite gibt es in 4 Sprachen und das laulas® Shirt wurde mittlerweile in über 30 Länder geliefert.

In der Zukunft wird es weitere Produktentwicklungen geben. Ein Herren Rundhals-T-Shirt wird wahrscheinlich kommen und für die Damen wird es wahrscheinlich ein hautfarbenes Unterhemd geben. Zudem steuert Herr Goss auch den Markt in den USA an.

11. Merkmale des laulas® Funktions-Unterhemdes: Version 3

Das Funktionsshirt wird in der Schweiz hergestellt. Äußerst gutes Handwerk und strenge Auflagen erhöhen bei dem Shirt die Qualität. Die Firma, die laulas® herstellt bringt 6 Generationen Know-How im Schneidern mit sich.

Einer der besten Baumwollen, die man auf dem Markt bekommen kann. SwissCotton - Oekotex Standard 100

Die oben genannten Gründe sprechen auch für Langlebigkeit. Bei richtigem Waschen verspricht Herr Goss langjährigen Tragekomfort, ohne Qualitätsverlust.

Ein laulas® Funktionshirt besteht aus 15 Teilen, gegenüber einem gewöhnlichen Unterhemd (5 Teilen).

Das besondere an laulas® Unterhemden ist wohl die Achseltasche. Darum ist das laulas® Shirt auch für Menschen geeignet, die besonders stark unter den Achseln schwitzen.

Bei der 3. Version ist auch der Stoff an der Achselgegend dünner. Es gelang dem Textilhersteller das Tragegefühl, um ein weiteres zu erhöhen.

Eine neue Membran wird in der 3. Version verwendet. Diese ermöglicht eine bessere Wärmeleitung, sodass es nicht mehr zum Hitzestau unter den Achseln kommt.